„Mit Tönen Brücken schlagen“: Rekkenze Brass zu Gast im Haus St. Elisabeth

Einem richtigen Konzert lauschen und nicht wirklich das Haus verlassen müssen – so geschehen in unserer Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Elisabeth in Wunsiedel: Das renommierte Blechbläserquintett Rekkenze Brass lud am Montag, den 13. Juli, zu einem „Musikgenuss auf höchstem Niveau“, wie eine anwesende Seniorin treffend bemerkte.

Als das Konzert im Vorfeld angekündigt wurde, war man zwar gespannt, aber niemand hatte mit fünf legeren Musikern in Jeans und roten Turnschuhen gerechnet. Multikulti (die Blasmusiker stammen aus Oberfranken, den USA und der Schweiz) und gut gelaunt betrat das Quintett die Bühne. Dann begann das Konzert…

Die Anwesenden wurden durch das hervorragende musikalische Können ebenso in den Bann gezogen wie auch durch die Kurzweil, mit der die ausgesuchten Werke dargeboten wurden. Das Programm war exquisit und bot für jeden Geschmack etwas: Von klassischer Musik wie barockem Choral und bekannten Opernstücken bis hin zu Volksliedern oder fränkischer Kirwa-Musik. Neben den klassischen Bläsern hatte auch ein Gartenschlauch mit Trichter seinen Auftritt. Die Töne, die diesem doch eher ungewöhnlichen Instrument entlockt wurden, waren wider Erwarten sehr schön und begleiteten das ganze nächste Lied. Und als der Gartenschlauchmusiker sein Instrument auch noch wie ein Lasso über den Kopf zu schwingen begann, kannte der Applaus keine Grenzen mehr!

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Besonders gut kam die lockere und witzige Art an, mit der die Musiker nicht nur kleine Anekdoten über die gespielten Lieder zum Besten gaben, sondern mit der sie auch noch die Zuhörer zum Klatschen, Mitsingen und Schunkeln ermunterten.

Die Publikumsüberraschung war perfekt, als einer unserer Bewohner kurzer Hand vom Zuhörer zum Musiker befördert wurde: Mit der Triangel in der Hand gab er beim nächsten Lied den Takt mit an. „Es war wirklich schön, dass wir, das Publikum, in die Darbietung mit einbezogen wurden.“ waren sich die Bewohnerinnen und Bewohner begeistert einig.

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Kein Wunder also, dass dem rund einstündigen Konzert neben tosendem Applaus laute „Zugabe! Zugabe!“-Rufe folgten. Das sympathische Quintett ließ sich auch nicht lange bitten, sondern gab noch eine weitere Kostprobe seines Könnens zum Besten: Unter dem Beifall der Gäste und zum Takt von „Muss i denn…“ zogen die Musiker endgültig aus der Cafeteria des St. Elisabeth hinaus.

„Hoffentlich kommen sie bald wieder!“ fasste am Ende des Konzerts eine Bewohnerin des Hauses ihren Wunsch, es würden noch weitere solcher Konzerte folgen, in Worte. Das Team von Haus St. Elisabeth kann sich diesem Wunsch nur anschließen und dankt dem Bezirk Oberfranken, der Oberfrankenstiftung und – nicht zuletzt – den Musikern selbst für diesen musikalischen „Ohrenschmaus“!

Die Initiative „Mit Tönen Brücken schlagen“

Das Konzert in unserer Wohn- und Pflegeeinrichtung ist Teil einer Tour mit Sozialkonzerten, die Rekkenze Brass im Rahmen der vom Bezirk Oberfranken und der Oberfrankenstiftung unterstützten Initiative „Mit Tönen Brücken schlagen“ gibt. Die Idee hinter der Initiative ist so einfach wie sympathisch: „Uns geht es darum, bei den Menschen unterschiedlichsten Alters Interesse und Verständnis für Musik zu wecken“[1], sagt der Kulmbacher Rainer Steit, der bei Rekkenze Brass die Tuba spielt. Auch bei den Menschen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Lebenssituation eben nicht oder nicht mehr in der Lage sind, einen Konzertsaal zu besuchen.

Wir finden: Einfach genial! Weiter so Rekkenze Brass!

 


[1] vgl. http://www.haus-marteau.de/files_en/01_Aktuelles/News/singleview_news.php?nav=7&subnav=46&id=1747. Download vom 30.07.2015.

 

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