Hochwasser gut überstanden!

Leider begann das Neue Jahr für unsere Laufer Mühle in Adelsdorf weit weniger entspannt als gewünscht, denn nach der Schneeschmelze und Tagen anhaltenden Regens standen in der ersten Woche von 2018 alle Vorzeichen auf Hochwasser! Einrichtungsleiter Michael Thiem beschreibt die Lage vor Ort, als die Pegel stiegen…

Mittwoch, 3. Januar 2018
Wir beginnen mit den ersten Schutzmaßnahmen: Maschinen und Tiere werden aus der Gefahrenzone gebracht; an den Türen werden die Hochwassersperren, die nach dem letzten großen Hochwasser in 2013 über den Freundeskreis angeschafft wurden, angebracht.

Donnerstag, 4. Januar 2018 und Freitag, 5. Januar 2018
Der Pegel des Wasserstandes der Aisch bei der Laufer Mühle liegt normalerweise bei ca. 2,80 Meter. Zunächst steigt er auf die Höhe von 4,00 Meter und erreicht damit die Meldestufe 1. Nach kurzer Zeit übersteigt er dann auch die Meldestufe 2, die bei einem Wasserstand von 4,30 Meter eintritt.

Samstag, 6. Januar 2018:
Am Heilig-Drei- Königstag erreichen die Pegel mit einer Höhe von 4.80 Meter die Meldestufe 3. Ab diesem Zeitpunkt sind alle Mitarbeiter/innen in höchster Alarmbereitschaft, da eine Evakuierung der Bewohner/innen unmittelbar bevorsteht.

Um 10.00 Uhr steigt der Pegel auf 5.00 Meter und damit auf den Hochwasserstand, bei dem wir unverzüglich – um keine Risiken einzugehen – die Evakuierung der Bewohner/innen aus dem Benedikthaus vornehmen. Die Evakuierung verläuft aufgrund der routinierten und konzentrierten Arbeit der Mitarbeiter/innen und der Mithilfe und Disziplin unserer Bewohner/innen problemlos, so dass die Unterbringung der evakuierten Bewohner/innen in andere Wohngemeinschaften der Laufer Mühle bis 15.00 Uhr abgeschlossen war.

Zum Zeitpunkt des höchsten Wasserstandpegels ( 5.03 Meter) statteten die Sternsinger der Laufer Mühle ihren Besuch ab und brachten den Segen. Zufall oder nicht!? Aber ab diesem Zeitpunkt ging das Hochwasser langsam wieder zurück!

Sonntag, 7. Januar 2018
Mit dem Wissen, dass alle Bewohner/innen wohlbehalten in den anderen Wohngemeinschaften untergebracht waren, konnten wir beruhigt auf das Sinken des Pegels warten…

Montag, 8. Januar 2018
Nachdem der Wasserstand auf 4.65 m zurückgegangen ist, kann das Benedikthaus, das – Gott sei Dank – keine größeren Schäden davongetragen hat, wieder belegt werden und die Umzugsaktion beginnt von Neuem: Diesmal in deutlich heiterer und gelöster Stimmung, schließlich geht es zurück in die eigenen Zimmer!!!

Dienstag, 9. Januar 2018
Aktuell befinden wir uns noch in der sogenannten Meldestufe 2 mit rückläufiger Tendenz (4.65 Meter). Aber es scheint, dass das Schlimmste überstanden ist.

Auf diesem Wege möchte ich mich nochmals bei allen Mitarbeitern/-innen für ihr Engagement in dieser außerordentlichen Situation bedanken! Darüber hinaus gilt mein besonderer Dank auch den Bewohnern/-innen, die uns in diesen hektischen Tagen Verständnis und Vertrauen entgegengebracht haben!

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